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Wer eine Spedition für einen Umzug sucht und Angebote einholt, der wird schnell feststellen, dass er für den Transport seiner „sieben Sachen“ von A nach B tief in ... mehr
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Glossar

LKW Maut
Seit 2002 gilt auf deutschen Bundesautobahnen und Rastanlagen die Mautpflicht für schwere Nutzfahrzeuge ab einem zulässigen Gesamtgewicht von 12 Tonnen. Sie beginnt, sobald ein entsprechendes Fahrzeug auf eine Autobahn auffährt. Die ... » mehr

Weiterbildung für Kraftfahrer

Weiterbildung für Kraftfahrer

Um Berufskraftfahrer zu werden bedarf es der Natur der Sache nach einer besonderen Ausbildung.
Anders als der Führer eines Privat PKWs sieht sich der Berufskraftfahrer großen Herausforderungen ausgesetzt. Es geht schließlich beim Führen von LLkws Gefahrguttransporten und schweren Ladungen im erhöhten Maße um die Sicherheit auf den Straßen.

Der gute Berufskraftfahrer fährt lange Strecken tagsüber und nachts um die Ladung pünktlich ans Ziel zu bringen. Egal ob das Ziel in Emden oder Marseille liegt. Es geht darum die Fracht pünktlich und unbeschadet unter Beachtung der gesetzlichen Ruhezeiten ans Ziel zu bringen. Das erfordert Konzentration über lange Strecken und eine gute Selbsteinschätzung. Dazu sollte der Berufskraftfahrer über gute Kenntnisse der Fahrzeugtechnik verfügen, damit er im Notfall, wenn möglich, sein Kraftfahrzeug selbst wieder in Gang bringen kann.

Unter das Berufsfahrerqualifizierungsgesetz fallen alle selbstständigen und angestellten Fahrer der Fahrerlaubnisklassen C1, C1E, C, CE, DZ, D1E, D und DE die zu gewerblichen Zwecken auf öffentlichen Straßen unterwegs sind und gilt bei Fahrzeugen mit mehr als 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht oder bei Fahrzeugen mit mehr als 8 Fahrgastplätzen im Personenverkehr.

Die neue Qualifikation müssen alle betroffenen Fahrer nachweisen die nach dem 10.09.2008 im Personenverkehr oder nach dem 10.09.2009 im Güterverkehr ihre Fahrerlaubnis erwerben.

Die Qualifikation wird im Führerschein vermerkt und muss alle fünf Jahre wiederholt werden. Dies Fahrer die ihre Fahrerlaubnis vor den genannten Stichtagen erworben haben müssen binnen 5 Jahren nach den Stichtagen eine erste Qualifizierung erfolgreich durchlaufen. In der Fahrerlaubnis wird auch der Zeitpunkt des nächst fälligen Qualifizierungstermins vermerkt.

Tipp: Fahrschulen finden Sie im Fahrschulen Verzeichnis

Ergänzt wird das Gesetz über die Grundqualifikation und Weiterbildung der Fahrer bestimmter Kraftfahrzeuge für den Güterkraft- oder Personenverkehr (Berufskraftfahrer Qualifikations Gesetz in vollem Wortlaut) durch die Verordnung zur Durchführung des Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetzes (BkrFQV). Die Grundqualifikation wird durch die erfolgreiche bestandene theoretische und praktische Prüfung bei einer IHK erworben. Für die Prüfung der Grundqualifikation ist keine Teilnahme an einer Schulung vorgeschrieben, stattdessen eine sehr umfangreiche Prüfung von vier Stunden im schriftlichen Teil und bis zu dreieinhalb Stunden theoretischer Prüfung. Alternativ dazu ist eine Prüfung im beschleunigten Verfahren möglich, bei der eine Schulung von 140 Unterrichtsstunden vorgeschaltet ist. Davon muss an zehn Stunden ein Kraftfahrzeug der betreffenden Klasse unter Aufsicht einer Person geführt werden, die eine gültige Fahrlehrerlaubnis für die jeweilige Fahrerlaubnisklasse nach dem Fahrlehrergesetz besitzt. Die Prüfung dauert 90 Minuten und ist ausschließlich schriftlich abzulegen. Zuständig ist die IHK in der der Wohnsitz des Prüflings liegt oder eine andere anerkannte Ausbildungsstätte. Voraussetzung für die Prüfung der Grundqualifikation ist immer das Vorhandensein der entsprechenden gültigen Fahrerlaubnis.
Kenntnisbereiche als Grundlage der Grundqualifikation sind in der Durchführungsverordnung zum Berufskraftfahrerqualifizierungsgesetz festgelegt.
Ziele der Qualifizierung sind Schulung ausgerichtet auf ein optimales Fahrverhalten unter Berücksichtigung von Drehmomentkurven, Leistungskurven, spezifische Verbrauchskurven eines Motors, optimaler Nutzungsbereich des Drehzahlmessers und optimaler Drehzahlmoment beim Schalten. Darüber hinaus Kenntnisse der Fahrzeugtechnik insbesondere der Sicherheitsausstattung des Fahrzeugs, der Bremsanlage, der Kombination von Bremsanlage und Dauerbremsanlage und richtige Einschätzung der Bremskraft, Umgang mit der Bremsanlage bei Gefälle und bei technischen Defekten. Es geht dabei darum den Fahrer zum verschleissarmen Umgang mit dem Kraftfahrzeug auszubilden, die Möglichkeiten und Grenzen der Sicherheitsausstattung kennenzulernen und ihn zu einer Kraftstoffsparenden Fahrweise anzuhalten.

Wichtiger Bestandteil der Qualifizierung (ausgenommen Personenbeförderung) ist die sichere Beladung des Fahrzeugs, das veränderte Fahrzeugverhalten je nach Beladung und die Anpassung der Fahrweise an die Beladung. Dazu gehört die richtige Berechnung der Nutzlast und des Nutzvolumens, die richtige Verteilung der Ladung und ihre richtige Befestigung.
Geht es um die Personenbeförderung geht es um die Gewährleistung von Sicherheit und Komfort der Fahrgäste, die richtige Einschätzung des Fahrverhaltens eines Omnibusses und an die Personenbeförderung angepasste Fahrweise, sanftes Abbremsen usw. Ein wichtiger Punkt ist auch der richtige Umgang mit den Fahrgästen oder besonderer Fahrgastgruppen. Exemplarisch werden in der Durchführungsverordnung Kinder und Behinderte genannt. Ebenso wichtig bei der Personenbeförderung ist die richtige Beladung des Fahrzeugs unter Berücksichtigung des Sicherheitsaspekts und eine der Beladung angepasste Fahrweise.
Zur Qualifizierung gehört auch die Vermittlung sozial rechtlicher Rahmenbedingungen und Vorschriften, insbesondere höchstzulässige Arbeitszeiten, vorschriftsgemässe Nutzung eines Fahrtenschreibers usw.
Wichtig sind auch Kenntnisse die Vorschriften zum Güterverkehr, richtiges Ausstellen der Frachtpapiere, notwendige Genehmigungen und Regeln zum grenzüberschreitenden Güterverkehr und anderes.
Weitere Lernziele sind:

Bewusstseinsbildung für die Risiken des Straßenverkehrs und Arbeitsunfälle.
Die Fähigkeit der Kriminalität und der Einschleussung illegaler Einwanderer vorzubeugen.
Vorbeugung gegen Gesundheitsschäden (Wirbelsäule etc.)

Die Bedeutung einer guten körperlichen und geistigen Verfassung soll bewusst gemacht werden. Zum Beispiel eine der Tätigkeit angepasste Ernährung, die Auswirkung insbesondere: Grundsätze einer gesunden und ausgewogenen Ernährung, die Auswirkungen von Drogen, Arzneimitteln und verhaltensändernden Substanzen. Umgang mit Müdigkeit und Stress und das Einhalten von Ruhezeiten.

Richtiges Verhalten bei Notfällen, z.B. richtige Abschätzung der Lage, Absicherung des Unfallortes zur Vermeidung von Folgeunfällen, Bergung von Verletzten, erste Hilfe, Brandbekämpfung und alle Maßnahmen, die bis zum Eintreffen professioneller Rettungskräfte nötig sind.

Darüber hinaus wird dem Fahrer vermittelt wie wichtig sein Auftreten in der Öffentlichkeit für das Erscheinungsbild des Gesamtunternehmens ist sowie das wirtschaftliche Umfeld des Güterkraftverkehrs.
Zum Schluss soll noch auf die besondere Bedeutung der Richtlinie 2003/59/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Juli 2003 über die Grundqualifikation und Weiterbildung der Fahrer bestimmter Kraftfahrzeuge für den Güter- und Personennahverkehr und zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 des Rates und der Richtlinie 91/439/EWG des Rates sowie zur Aufhebung der Richtlinie 76/914/EWG des Rates, Alb. L226 vom 10.09.2003, S.4 hingewiesen werden.

Diese Richtlinie hat besondere Bedeutung für die Vereinheitlichung der Regeln zur Ausbildung und Qualifizierung der Berufskraftfahrer europaweit und soll für Sicherheit auf den europäischen Straßen sorgen. Einheitliche Standards verhelfen den Fahrern auch zu einem geregelten Arbeitsablauf mit vorgeschriebenen Pausen.
Sicherlich ist diese Neuerung für die Unternehmen mit Kosten verbunden aber es wird allgemein anerkannt dass die Vorteile doch erheblich überwiegen.

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Weiterbildung für Kraftfahrer v. 12/2012